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Biografie

 

 

Serge Baudo

Vertretung: Österreich | Deutschland | diverse Länder
Kontakt: Maria Zeugswetter
Tel.: +43-1-512 05 01-22
E-Mail: zeugswetter@rbartists.at

 

Biografie:

Serge Baudo studierte Dirigieren und Komposition am Pariser Konservatorium. Nach abgeschlossenen Studien schlug er zunächst den Weg eines Komponisten ein: er komponierte Musik für den Französischen Rundfunk und Filmmusik. Somit kam er in Kontakt mit Louis Malle (gemeinsame Arbeit an „Les Amants”) und mit Jacques-Yves Cousteau, mit dem ihn eine lange Zusammenarbeit verbinden sollte. So machte er die Musik zu „Le Monde du Silence", "Le Monde sans Soleil" und "Voyage au Bout du Monde" im Stil von Ravel und Debussy.

Bald darauf sollte seine Dirigentenkarriere eine internationale Wendung nehmen und Serge Baudo widmete sich ab 1959 ausschließlich dem Dirigieren. 1962 wurde er von Herbert von Karajan eingeladen, Pelléas et Mélisande an der Mailänder Scala zu dirigieren. Durch mehr als zehn Jahre vertraute ihm Gabriel Dussurjet diverse Produktionen - von Mozart bis Debussy - am Festival Aix-en-Provence an.

Erste Fixstationen in der Dirigierkarriere von Serge Baudo waren die eines ständigen Dirigenten der Pariser Oper sowie seit dessen Gründung des Orchestre de Paris. Von 1970 bis 1988 war er Musikdirektor des Orchestre National de Lyon, das unter seiner Leitung höchstes künstlerisches Niveau erreichte und mit dem er zahlreiche Tourneen durch die USA, Kanada, China, Japan, Korea, Deutschland, die Schweiz und die Tschechoslowakei unternahm.

1979 gründete Serge Baudo in Lyon das Berlioz-Festival, das es sich zur Aufgabe machte, das symphonische Werk sowie die Opern von Hector Berlioz einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Unter anderem leitete er 1987 die Aufführung der ungekürzten Fassung von Les Troyens. Serge Baudo war bis 1989 künstlerischer Leiter des Festivals.

Serge Baudo ist ständiger Gast an vielen der wichtigsten Opernhäuser und Orchester der Welt, so zum Beispiel an der Metropolitan Opera New York, der Wiener Staatsoper, beim Concertgebouworkest Amsterdam, dem BBC Symphony Orchestra, dem London Philharmonic, dem Philharmonia Orchestra London, dem Yomiuri Nippon Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo sowie bei den Wiener Symphonikern und den St. Petersburger Philharmonikern. In Prag gab er sein Debüt beim FOK, den Prager Symphonikern, und dirigierte darüber hinaus auch die Tschechische Philharmonie.

Serge Baudo wurde 2006 zum Ehrendirigenten der Prager Symphoniker FOK ernannt, nachdem er von 2001 bis 2006 diesem Orchester als Chefdirigent vorstand. 2007 dirigierte Serge Baudo unter anderem - zusammen mit Seiji Ozawa, Christoph von Dohnanyi und Christoph Eschenbach - das Jubiläumskonzert zum 40-jährigen Bestehen des Orchestre de Paris.

Die Diskographie von Serge Baudo ist außergewöhnlich umfangreich und zum großen Teil der französischen Musik gewidmet. Sie umfaßt unter anderem Aufnahmen mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre National de Lyon und der Tschechischen Philharmonie. Serge Baudo hat die Uraufführung zahlreicher Werke geleitet, wie zum Beispiel von Messiaen, Tomasi, Milhaud, Daniel-Lesur und Mihailovici. Er hat die Musik des 20. Jahrhunderts als festen Bestandteil in sein Repertoire aufgenommen.



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